Papss - Tipps für PC und Internet nicht nur für Senioren

Passwörter im Internet

Papss: Sollte ich bei der Wahl meiner Passwörter etwas beachten?

 

Sohn: Papss, das ist doch ganz einfach ...

 

Erst einmal solltest Du Dir eine Taktik überlegen, wie Du Dir die Passwörter am Besten merken kannst.

 

Papss: OK, ich schreibe sie mir in ein Büchlein, in dem ich auch alle meine Adressen gesammelt habe.

 

Sohn: Das ist eine ganz schlechte Taktik! Sollte Dir jemand das Büchlein stehlen, z.B. bei einem Einbruch oder durch Diebstahl aus Deinem Urlaubszimmer, dann hat er alle Deine Passwörter.

 

Papss: Ja stimmt, dann könnte er meine E-Mails abfragen, in meinem Namen Bestellungen bei Online-Geschäften tätigen oder sich sogar bei meiner Bank anmelden und sich meine Kontodaten ansehen. Das wäre ganz übel.

 

Sohn: Ich schlage folgende Taktik vor:

  • Erst einmal solltest Du auf keinen Fall immer das gleiche Passwort für alle Zugänge nutzen. Am Besten für jeden Zugang ein anderes.
  • Wenn das zu viele sind, dann überlege welche Zugänge Du mit einem gleichen Passwort nutzen kannst. Z.B. eins für alle E-Mail-Zugänge, eins für alle Online-Geschäfte, wie eBay und Amazon, eins für Deine Bank-Zugriffe, usw.
  • Dann sollte jedes Passwort mindestens 8 Zeichen lang sein und aus Buchstaben, Zahlen und Satzzeichen bestehen.
  • Dann nimmst Du für jedes Passwort die Anfangsbuchstaben von kurzen Sätzen, die Du Dir leicht merken kannst. Z.B. Gedichte oder Liedertexte. 
  • Jetzt mischst Du noch ein paar Zahlen und Satzzeichen dazu und schon hast Du ein perfektes Passwort.

     

Papss: Das ist mir zu kompliziert!

 

Sohn: Nein, das ist ganz einfach. Ich zeige es Dir an einem Beispiel:

Nehmen wir die Anfangsbuchstaben von einem Gedicht.
„Herr von Ribeck auf Ribeck im Haveland“

 

Hiervon nimmst Du die Anfangsbuchstaben H v R a R i H … Groß- und Kleinschreibung beachten.

Dann nenne mir noch zwei Zahlen, die Du gut behalten kannst.

 

Papss: Dann nehme ich die 21. Das ist die Hausnummer meiner Bank.

 

Sohn: …und jetzt suchst Du Dir noch ein Satzzeichen aus, das vielleicht auch mit Deiner Bank in Verbindung steht.

 

Papss: OK, wie wäre es mit dem % Zeichen, für die vielen Zinsen, die ich bei meiner Bank immer zahlen muss…

 

Sohn: Sehr gut. Jetzt bauen wir die Zahlen 21 und das % Zeichen noch ein. Z.B.

 

HvRaRiH21%

 

Papss: Das ist ja doch ganz einfach! Man muss sich nur vorher einige Gedanken machen, dann hat man ein sicheres Passwort und kann es auch gut behalten.

 

Sohn: Und hier kannst Du die Stärke eines gewählten Passwortes überprüfen. Es zeigt Dir nur die Qualität an, sonst passiert mit Deinem Passwort nichts.



 
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